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Ich verstehe es nicht warum, eigentlich progressive NGOs, proprietäre Software, Plattformen etc. nutzen.

& Co.

"Da sind die Leute, die wir mit unseren Inhalten erreichen wollen"... ;-) nicht meine Worte, aber habe ich schon von mehreren Leuten so oder ähnlich als Antwort bekommen auf die Frage.

@tunda Prioritäten. Wenn du mit unfreien Tools schneller/effizienter bist und Software für dich nur Mittel und nicht Zweck ist.
Genauso wie sie aus praktischen Gründen ein Bankkonto haben obwohl sie der Finanzindustrie kritisch gegenüber stehen.

@hexmasteen Meine Philosophie ist das Mittel und Zweck nicht auseinander zu halten sind. Vor allem beim politischen und gesellschaftlichen Engagement. Man kann versuchen die weniger schlechten Optionen zu wählen, wie z.B. die GLS-Bank. Mastodon statt Twitter.

NGOs sind eigentlich frei in ihrer Wahl ihrer Mittel, aber oft sind sie unaufgeklärt und verstehen Zusammenhänge nicht, oder noch schlimmer sie Entscheiden sich aus opportunistischen Gründen gegen Freie Optionen, gegen Freiheit.

@tunda Naja progressive NGOs haben zuallererst keinen Schwerpunkt auf IT. Was immer noch fehlt ist ein Plug&Play System. Zwar gibt es z.B. mittlerweile gute Linux Distributionen, aber die Integration ist immer noch eine fast unüberbrückbare Frickelei für einen Normalanwender, der eigentlich nur arbeiten und sich nicht in die Philosophien von Betriebssystemen einarbeiten will.
Ausserdem fehlt bei vielen Lösungen eine intuitive Benutzerführung. Es wird langsam besser, aber es reicht leider noch lange nicht.

@tunda
Nicht nur NGOs. Ich arbeite an einem EU Projekt mit Unis in Palästina. Die reden immer von Unterdrückung aber begeben sich dann freiwillig in die Unterdrückung durch Softwareunternehmen. Ich habe das versucht zu thematisieren, aber es gibt da scheinbar weder Bewusstsein noch Interesse.

@bps @tunda Naja, vermutlich gehört diese Thematik nicht zu den Problemen die sie lösen wollen (müssen). Man muss einen Weg suchen, der ein Problem löst, das sie haben. Das könnte finanzieller Art sein, oder Funktionen die alltägliche Routinen besser und einfacher lösen. Manchmal muss man dann die Menschen mit halben Informationen überzeugen. Damit meine ich, dass man Problemlösungen mit einer Software präsentiert, die eventuell auch mit der anderen gehen, aber die letztere Info lässt man weg. Ist gängige Praxis beim Feature-Kampf der Softwareindustrie.

@bps
Ja. Über den Mangel an Bewusstsein und sicherlich auch Wissen in Verbindung mit menschlichen Katastrophen bin ich zur Freien Software gekommen.

Oft ist es so das jene für die Freie Software besonders wichtig wäre, besonders unaufgeklärt sind. Das ist kein böser Vorwurf, sondern eher meine Feststellung. Du hast ein Beispiel genannt.

@tunda
Ja, das deckt sich mit meinen Beobachtungen. Da hilft nur Aufklärung mit viel Fingerspitzengefühl.

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